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Mehr Platz für Rathauspersonal und Bürger
 

Seit 30 Jahren prägt das Rathaus im Himbacher Neubaugebiet das Ortsbild gegenüber der Limeshalle. Zwischen 1979 und 1980 wurde die Verwaltung dort gebaut, nachdem nach der Gebietsreform der Bürgermeister der neuen Gemeinde mit den drei Ortsteilen zunächst in Rommelhausen seinen Amtssitz in der Nähe des heutigen Dorfgemeinschaftshauses hatte.
Damals wurde das ebenerdige Gebäude, dass im neuen Ortsteil von Himbach entstand, weder unterkellert noch eine mögliche Aufstockung eingeplant. Seitdem hat sich die Limeshainer Bevölkerung nahezu verdoppelt, auf gut 5.600 Einwohner, erzählte Rathauschef Adolf Ludwig. Immer mehr Mitarbeiter wurden eingestellt, um den Aufgaben bei wachsender Bevölkerungszahl gewachsen zu sein. Allmählich wurde es eng auf den rund 470 Quadratmetern. Die Büroräume waren teilweise mit zwei Mitarbeitern besetzt. Insbesondere bei Publikumsverkehr und Telefonaten war ein kontinuierliches und konzentriertes Arbeiten dann kaum noch möglich, berichtete der Verwaltungschef.

Nicht nur dass die zur Verfügung stehenden Büroflächen nicht mehr dem Bedarf entsprachen. Auch andere Funktionsflächen waren nicht vorhanden und konnten aus Platzmangel auch nicht hergestellt werden. Eine Erweiterung wurde unumgänglich. Außerdem empfahl der Schornsteinfeger den Austausch der Heizungsanlage aus dem Jahr 1979 in ein energieeffizienteres Heizungssystem. Und auch der Brandschutz entsprach nicht mehr den erforderlichen Bestimmungen.

Da kam das Konjunkturprogramm gerade zur rechten Zeit und die Pläne zum Anbau an das bestehende Gebäude fanden die Mehrheit im Parlament. Ende 2009 begannen die Rohbauarbeiten für den rund 300 Quadratmeter Nutzfläche umfassenden Anbau. Knapp ein Jahr später, im Oktober 2010, waren die sechs neuen Büroräume bezugsfertig.
Wer die Verwaltung nun betritt, blickt sofort auf den hellen, modernen Empfangsraum, der eine mögliche Wartezeit angenehm macht. Der Blick führt weiter in einen Gang, von dem aus die Büroraume betreten werden. Dort wurde zusätzlich eine weitere neue Wartezone eingerichtet, ein Technikraum und eine Teeküche fanden im Anbau Platz sowie eine neue Toilettenanlage. Im Dachgeschoss über dem Neubau wird zurzeit noch von den Handwerkern letzte Hand angelegt. Dort soll später das Archiv untergebracht werden.
Während im Anbau geklopft, gebohrt und gehämmert wurde, fanden auch im Bestandsgebäude die notwendigen Umbauarbeiten statt. Stolz erklärt Ludwig das moderne, umweltfreundliche Klimasystem, eine Luft-Wärmepumpe. Die Anlage ist so konzipiert, dass damit im Winter geheizt und im Sommer die Räume gekühlt werden. Die Wärmepumpe bezieht rund 75 Prozent kostenlose Energie aus der Außenluft und rund 25 Prozent Energie aus dem Stromnetz. Mit ihr werden sehr günstige Betriebs- und Verbrauchskosten sowie Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern, die schwankenden Bezugspreisen unterliegen, erreicht. „Wir wollten weg von fossilen Brennstoffen“, erklärte der Rathauschef. Jeder Raum in der Verwaltung ist individuell im Kühl- und Heizbetrieb regelbar. Ein übergeordnetes Regelsystem sorgt dafür, dass die Räume außerhalb der Betriebszeit der Verwaltung auf einen Grundtemperaturwert gehalten werden. „Vorher war es im Sommer unerträglich heiß in den Räumen und im Winter sehr kalt“, sagte Ludwig unter Hinweis auf die früher schlechte Isolierung. Saniert wurden auch die Beleuchtung im Bestandsgebäude sowie die Elektroinstallationen, die sich am neuesten Stand der Technik orientierten. In dieser Zeit war Flexibilität gefragt und viel Geduld bei den Mitarbeitern in der Verwaltung, die ungeachtet der Bauarbeiten ihrer Tätigkeit unbeirrt nachgingen, lobte Ludwig seine Mitarbeiter. Froh ist er auch, dass es keine schlimmen Unfälle gab. Nun werden noch nach und nach kleiner Verschönerungsarbeiten im alten Gebäude verrichtet, so dass sich der alte Teil dem neuen anpasst. Auch das Außengelände wird begrünt, so dass am Ende ein harmonischer Gesamteindruck entsteht.

Für den Neubau erhielt die Gemeinde aus dem Konjunkturprogramm Landesmittel in Höhe von 388.000 Euro. 130.000 Euro steuerte sie aus Eigenmitteln bei. Die Arbeiten am Altbau kosteten insgesamt 180.000 Euro. Seitens des Bundes erhielt die Gemeinde 90.140 Euro dazu. Kofinanziert wurden 30.000 Euro und aus eigener Tasche bezahlte die Gemeinde 60.000 Euro. Die Mittel aus dem Konjunkturprogramm sind ein Darlehen, wenn auch zu günstigen Konditionen, räumte Ludwig ein. „Und die müssen auch wieder zurückgezahlt werden“.

Quelle: Kreis-Anzeiger, 20.11.2010



Anbau des Verwaltungsgebäudes Limeshain

Das 1979 erbaute Verwaltungsgebäude der Gemeinde Limeshain in Himbach ist durch die Vergrößerung der Kommune und neu hinzukommende Aufgaben in der Verwaltung zu klein geworden. Durch einen Erweiterungsbau sollen die notwendigen Flächen geschaffen und gleichzeitig der Bestand saniert werden.

Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt aus Mitteln des Konjunkturpaketes II.

Durch die Baumaßnahme wird die vorhandene Nutzfläche um insgesamt 285,50 m² vergrößert. Davon liegen 208,81m² im Erdgeschoss, zusätzlich entsteht eine Ausbaureserve im Dachgeschoss von 76,5 m².

Geplant ist ein zweigeschossiger Anbau auf der Rückseite des bestehenden Verwaltungsbaus mit Raumreserve im Dachgeschoss für späteren Ausbau (Archiv oder zusätzliche Büroflächen). Die Errichtung des Gebäudes ist in konventioneller Bauweise als Massivbau mit Wärmedämmverbundsystem geplant. Die Dacheindeckung ist mit Alu-Wellplatten vorgesehen, die Fassaden sollen teils verputzt, teils mit farbigen Panelen verkleidet werden.

Besonderer Wert wird seitens der Gemeinde auf die Barrierefreiheit des Neubaus gelegt.

Im Anbau sind neben der Erweiterung des bestehenden Foyers Büroräume für die Verwaltung, eine Teeküche, WC-Anlagen und ein Kopierraum vorgesehen. Zusätzlich entsteht ein überdachter Außensitzplatz. Der Dachraum bleibt zunächst unausgebaut und soll als Lagerraum / Archiv dienen, er bildet jedoch auch eine Raumreserve für einen späteren Ausbau zu Büroräumen.

Im bestehenden Gebäude wird die Schrankwand zwischen dem Besprechungsraum und dem danebenliegenden Büro durch eine Schiebewand ersetzt, so dass bei Bedarf ein großer Besprechungsraum für 20 Personen entsteht, der jedoch im Normalfall als Personalaufenthaltsraum genutzt wird. Der Server wird eingehaust. Die bisherige Teeküche wird als Abstellraum umgenutzt und erhält eine Verbindungstür zum danebenliegenden, bisher nur von außen zugängigen Abstellraum, in dem zusätzlich noch eine Treppe zur Erschließung des Dachgeschosses eingebaut wird.

Für Personal und Besucher stehen auf dem Grundstück genügend Parkplätze zur Verfügung. Gemäß Stellplatzsatzung sind nach Abschluss der Baumaßnahme zusätzlich 4, d.h. insgesamt 16 Stellplätze erforderlich, die bereits zum jetzigen Zeitpunkt vorhanden sind.

Der Bauantrag wurde am 10.08.2009 gestellt und die Baugenehmigung in Rekordzeit bereits am 07.09.2009 erteilt.

Zur Erkundung der vorhandenen Untergrundverhältnisse wurde ein Baugrundgutachten erstellt.

Der Auftrag für die Erd- Mauer- Betonarbeiten wurde im Dezember 2009 an die Firma Köhres aus Lich erteilt. Der Baubeginn ist erfolgt, die Fertigstellung des Rohbaus ist spätestens im April 2010 vorgesehen.

Für alle Gewerke wird eine beschränkte Ausschreibung durchgeführt. Bei der Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes werden vorwiegend Firmen aus der näheren Umgebung berücksichtigt. Derzeit sind die Zimmerer-, Dachdecker- und Spenglerarbeiten sowie die Haustechnikgewerke in der Vorbereitung, die Leistungsverzeichnisse werden ab Februar verschickt, ab Ende März soll dann mit den jeweiligen Arbeiten begonnen werden.

Die Ausschreibung der Ausbaugewerke erfolgt anschließend sukzessive entsprechend dem Baufortschritt.

Während der Baumaßnahme darf es zu keiner Beeinträchtigung des Rathausbetriebes kommen. Die Bauarbeiten, die Anlieferung und Lagerung von Material etc. finden auf der Rückseite des Rathauses statt, der Zugang zum Rathaus und der Parkplatz bleiben von den Arbeiten unberührt. Erst kurz vor Fertigstellung des Erweiterungsbaus wird die Verbindung zwischen Alt- und Neubau hergestellt durch Ausbauen des großen Foyerfensters.


Verwaltungsanbau macht Fortschritte.
Das Richtfest wurde am 30. Juli 2010 gefeiert!

Auf 280 Quadratmeter erstreckt sich der neue Verwaltungsanbau.
Der durch die ständige Erweiterung der Gemeindeverwaltung dringend notwendig gewordene Anbau, wird direkt an das 1979/1980 errichtete, bestehende Rathaus angebaut.

Zusammen mit dem Gemeindevorstand, Mitgliedern der Gemeindevertretung und denen am Bau beteiligten Handwerksbetrieben feierte Bürgermeister Adolf Ludwig und seine Beschäftigten am 30. Juli 2010 Richtfest.
Der Anbau soll im Oktober diesen Jahres bereits fertig gestellt sein und kostet ca. 450.000 Euro, die aus Mitteln des Konjunkturpaketes II bestritten werden.

Verfügen können die Rathausangestellten nach Fertigstellung über sechs neue Büroräume, einen Personal- und Kopierraum, einen Technikraum und einer Teeküche. Die sanitären Anlagen werden in einen öffentlichen und einen Personalbereich aufgeteilt. Im Obergeschoss des Anbaus befinden sich ein Abstellraum und das Gemeindearchiv.

„Das Richtfest ist ein schöner Brauch, da der Bauherr seinen Dank an die Handwerker und alle Beteiligten ausdrücken kann“, so Bürgermeister Adolf Ludwig, der nach seiner Rede alle Anwesenden zu einem Imbiss um Umtrunk eingeladen hatte.

Die 19 am Bau beteiligten Firmen und Ingenieurbüros kommen zu 90 Prozent aus der Region und davon 30 aus Limeshain.


Den Grundriss finden Sie hier...

Der Bau in Bildern

Die Bilder lassen sich durch anklicken vergrößern.

 

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