Gemeinde Limeshain verabschiedet Hauptamtsleiter Jürgen Kunkel in den Ruhestand


Wegen der Hygienevorschriften aufgrund von Corona fand nur eine kleine Feier statt. Einige langjährige Mitarbeiter nahmen aber daran teil, um dem Termin einen würdigen Rahmen zu verleihen. Bürgermeister Adolf Ludwig nutzte die Gelegenheit, um die vier Jahrzehnte währende Tätigkeit Kunkels in der Verwaltung Revue passieren zu lassen. „Ihre Tätigkeit als Hauptamtsleiter, das war und ist stets zu spüren, ist für Sie mehr als ein Job zum Geldverdienen gewesen“. Kunkel habe sich stets den neuen Herausforderungen gestellt, Weiterbildung sei für ihn immer selbstverständlich gewesen. Die Anfangszeit in der Verwaltung sei für den gelernten Kaufmann, der als 23-Jähriger im Januar 1981 seine Arbeit im Rathaus aufgenommen habe, alles andere als ruhig gewesen. Statt einer geplanten Einarbeitungszeit von drei Monaten habe Kunkel bereits nach drei Wochen die Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger übernehmen müssen, der aus gesundheitlichen Gründen früher ausgeschieden war. Die Liste an Aufgabenbereichen sei stetig länger geworden und enthielt unter anderem die Bauhofleitung, die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung, die Unterhaltung der Gebäude und Straßen und die Kindergärten. Bis 1988 war Kunkel außerdem neben Anni Heber Standesbeamter. Als Gemeindewahleiter habe er die Aufsicht über den ordnungsgemäßen Ablauf sämtlicher Wahlen gehabt. Seit 1983 wirke Kunkel zudem als Ortsgerichtsvorsteher und seit 2005 als Schiedsmann. Ludwig dankte ihm für die gute Zusammenarbeit, die immer von Loyalität geprägt gewesen sei. Kunkel bedankte sich bei seinen Kollegen für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Er verglich die Verwaltungsarbeit vor 40 Jahren mit der heutigen Zeit mitsamt ihren umfangreichen Veränderungen in allen Bereichen. „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, meinte er. Seine Arbeit habe er immer gerne gemacht. Aber jetzt habe er Zeit, sich den Dingen zu widmen, die in den vergangenen Jahren teilweise liegen bleiben mussten. Seiner Nachfolgerin Melissa Müller wünschte er alles Gute.