Kultur

Jeder kann Relikte der Vergangenheit einbringen


Adolf Ludwig (SPD), Bürgermeister von Limeshain, ist sehr froh darüber, dass der Regionalverband die kulturhistorischen Landschaftselemente seiner Gemeinde nun so intensiv untersuchen und kartieren möchte: „Ich denke, auf diese Weise können wir diese Zeugnisse unserer Vorfahren besser bewahren. Wir schaffen ein größeres Bewusstsein dafür, welche Bedeutung sie für uns und unsere Identität haben. Das ist ein echter Mehrwert der Zusammenarbeit mit dem Regionalverband“, sagt er.

Zu den Aufgaben des Verbandes gehört es – neben der Aufstellung eines Regionalen Flächennutzungsplanes und vielen anderen Dienstleistungen –, für alle seine Mitgliedskommunen die historische Kulturlandschaft zu untersuchen und zu dokumentieren. Denn im Ballungsraum Rhein-Main findet sich eine Vielzahl an Spuren von einst. Überall dort, wo wir in der Landschaft einer anderen Zeit begegnen, ist historische Kulturlandschaft: Wegekreuze, Hohlwege, Mühlgräben oder der Limes gehören dazu. Und diese historische Kulturlandschaft soll jetzt für Limeshain untersucht und dokumentiert werden. Denn Limeshain wird 2021 dem Regionalverband beitreten.
Auch Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbandes (SPD), ruft die Bürgerinnen und Bürger von Limeshain auf, diese Suche zu unterstützen: „Ich bin davon überzeugt, dass Privatpersonen, Vereine und Interessengruppen uns so manchen wertvollen Tipp geben können“, sagt er. „Kulturlandschaft ist ein spannendes Thema. Sie liegt direkt vor unserer Haustür und belegt den Nutzungswandel seit der Besiedlung durch den Menschen.“
Sind die kulturhistorischen Landschaftselemente erst einmal erfasst, werden sie zusammen mit den Bau- und Bodendenkmälern im Kulturlandschaftskataster des Regionalverbandes (http://t1p.de/Kulturlandschaftskataster-RheinMain) online dargestellt, wo es jeder einsehen kann. Es dient zum einen der Bevölkerung als Information, zum anderen hilft es allen Behörden und Planungsbüros, die in der Region FrankfurtRheinMain beispielsweise Straßen oder Baugebiete planen. Ziel ist es, die historische Kulturlandschaft und damit die Heimat ins Bewusstsein zu rücken und zu schützen. Weitere Informationen und Beispiele gibt es auf der Homepage des Regionalverbandes unter www.kulturlandschaft-frm.de. Dort findet sich vor allem ein Glossar, das aufzeigt, was alles gesucht wird.