Neujahrsempfang – Investitionen in Infrastruktur, Klima und Soziales 


Als zentrales Zukunftsthema nannte er die kommunale Wasserversorgung. Mit dem im Bau befindlichen neuen Wasserhochbehälter wird in die Versorgungssicherheit auch für kommende Generationen investiert. Geld fließt ebenfalls in die Freiwillige Feuerwehr. Mit dem geplanten Umbau und der Modernisierung des Feuerwehrgebäudes in Himbach wird gezielt in die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger investiert und die Voraussetzung für eine bestmögliche Arbeit der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden geschaffen. Mit dem Kauf von zwei mobilen, leistungsfähigen Stromerzeugern sowie der Ausstattung des Feuerwehrgebäudes und der Hauptkomponenten der Wasserversorgung mit stationären Netzersatzanlagen soll gewährleistet sein, zentrale Funktionen auch im Krisenfall aufrecht zu erhalten. „Das gibt Sicherheit, gerade in unsicheren Zeiten“, so Ludwig. Die soziale Unterstützung soll mit der Einstellung einer Gemeindepflegerin gemeinsam mit Altenstadt – sie wird in wenigen Wochen ihre Arbeit beginnen – gestärkt werden, vor allem für ältere und hilfsbedürftige Menschen. Sie ist Ansprechperson und zu ihren Aufgaben gehört es Hilfsangebote zu vermitteln, bei Fragen zu Unterstützungsmöglichkeiten beratend zur Seite stehen und sie hilft dabei, dass niemand in schwierigen Zeiten allein gelassen wird. Ebenfalls gemeindeübergreifend wurde mit Hammersbach die Stelle eines Klimaschutzmanagers geschaffen. Klimaschutz beginnt vor Ort und mit einem klaren Konzept. Energiesparen, nachhaltige Mobilität, erneuerbare Energien, all das braucht Koordination, Fachwissen und langfristige Strategien, begründete er den Schritt. Ein weiteres Thema treibt ihn bereits seit einigen Jahren um: eine ausreichende ärztliche Versorgung in Limeshain als zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge. Zwar liegt die Sicherstellung einer wohnortnahen ärztlichen Versorgung nicht in kommunaler Hand, kein Grund jedoch, sich dieser Herausforderung zu entziehen. In den vergangenen Monaten wurden viele Gespräche geführt, Kontakte geknüpft und verschiedene Möglichkeiten geprüft. „Und ich freue mich, Ihnen sagen zu können, dass es berechtigte Hoffnung auf eine Lösung für Limeshain gibt. Noch sind nicht alle Details spruchreif, aber wir sind auf einem guten Weg“. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Wetteraukreises und der Eigentümerin der vorhandenen Praxisräume wurden Perspektiven entwickelt, die der Gemeinde langfristig zugutekommen können. In schwierigen Zeiten ist es Aufgabe der Gemeindegremien, kommunale Entscheidungen mit Augenmaß zu treffen, kam er auf die Arbeit der Gemeindegremien zu sprechen. Gebühren, Abgaben und Beiträge müssen sorgfältig abgewogen werden, immer mit Blick auch auf diejenigen, für die jede Erhöhung eine echte Belastung darstellt. Als ein Zeichen für Solidarität begrüßte er die Entscheidung der Gemeindevertretung, in der Gemeinde Stolpersteine zu verlegen. „Gerade in einer Zeit, in der antisemitische, rassistische und demokratiefeindliche Tendenzen wieder lauter werden“.  Daran ergänzend appellierte er, bei der Kommunalwahl im März wählen zu gehen. Demokratie lebt vom Mitmachen. „Sie entscheiden darüber, wer in den kommenden Jahren Verantwortung übernimmt, wer die politischen Leitlinien setzt und wie sich unsere Gemeinde weiterentwickelt.“ Der Vorsitzende der Gemeindevertretung Ronny Strohschnitter sprach von den geopolitischen Spannungen mit ihren Auswirkungen auf den Alltag der Menschen, die Politik im Land und auf kommunaler Ebene, die die Probleme der Menschen ernst nehmen müsse. Wie später auch Ludwig mahnte er den gesellschaftlichen Zusammenhalt an. Musikalisch umrahmte das Duo „More than swing“ mit Christina Pauly-Jäger und Jürgen Kockrick den Abend in der Kulturscheune. Seiner Sekretärin Bettina Jungermann dankte Ludwig für die Organisation des Neujahresempfangs, die dabei Unterstützung von ihrer Kollegin Antje Hoffmann erhielt sowie von Jürgen Suck vom Bauhof.