Autoren mit Bezug zur Region
Diese urkomische Handlung, die zwischen Limeshain und Schotten, Echzell, Stornfels oder Hirzenhain spielt, stammt von einem Autorenkollektiv der Region, das hier lebt und schreibt. Das gilt auch für die anderen Schriftstellerinnen und Schriftsteller der Literaturgärten, die in den Bereichen Belletristik, Regionalgeschichte, Unterhaltungsliteratur und Lyrik verortet sind. Sie alle lassen ab Mai ‘27 Oberhessen literarisch in Erscheinung treten.
Initiiert wurde diese Zusammenführung der oberhessischen Autorinnen und Autoren im Rahmen der Landesgartenschau Oberhessen. Zuständig ist der Literaturbeauftragte der Landesgartenschau, Dr. André Hülsbömer. Der in Dauernheim verwurzelte Familienvater sucht zwischen dem Auenlandhof, Felsenkellern, Weinbergen und Geschichtsblättern jene Inspiration, die das Dorfleben so bietet und spannend macht. Seit Mitte der Neunzigerjahre lebt er mit seiner Familie in der Region, war zuletzt Ortsvorsteher, ist mittlerweile Gastronom, Winzer und Vorsitzender des Förderkreises Oberhessen.
Hülsbömer ist von freundlicher, aufgeschlossener Natur. „Mal schauen, was kommt“, vermittelt sein Auftreten. Zwischendrin taucht sein Blick immer wieder in die Ferne und – diese Vermutung liegt nahe – in historische Szenen ein, die er in vielen Fällen bis ins kleinste Detail schildern könnte wie in seinem eigenen Romandebüt „Winterling“, das in Oberhessen nach dem Dreißigjährigen Krieg angesiedelt ist. „Ob alles gut wird?“
In dem von fünf bekannten Autoren äußerst charmant und mit viel Lokalkolorit geschriebenen Kurzkrimi gibt es ein glückliches Ende. Schließlich wird der Cold Case, jener heimtückische Mord, im Jahr der Landesgartenschau gelöst – endlich. Ein Mordsspaß sozusagen.

Für Hülsbömer ist der „fünfstimmige“ Krimi das Highlight der Literaturgärten. Mit dabei sind HR-Radio-Moderator Tim Frühling, der Kabarettist, Romanautor und Niddaer Kulturmanager Martin Guth, Bestsellerautor Daniel Holbe und FFH-Radiomoderatorin Uta-Rosa Schmidt, die in ihrem ersten Krimi, der im Mai erscheint, endlich die vielfach gewünschte Leiche im Dauernheimer Felsenkeller liefert. Sich selbst lässt Hülsbömer, der ehemalige Finanzredakteur, beinahe außen vor.
Alle Autorinnen und Autoren dieser Veranstaltungsreihe haben unterschiedliche literarische Profile, aber einen klaren Bezug zu Oberhessen – sei es durch ihren Wohnort, ihre Herkunft oder die Schauplätze ihrer Werke. Die international bekannteste Stimme ist Anne Weber, die in Büdingen Abitur gemacht hat und u.a. mit dem hochdotierten Josef-Breitbach-Preis ausgezeichnet wurde. Längst lebt und arbeitet sie in Paris. „Ihre Verse sind wie Gesang“, schwärmt Hülsbömer.
